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11.12.2019 - Frage des Tages: Trugen Prinzessinnen im Mittelalter schon die Farbe Rosa?
Nein, denn Rosa ist nicht gut gefärbtes Rot, verwaschenes Rot oder der zweite Auszug aus der Farbbrühe mit Krapp. Es war damit keine Prestigefarbe. Pink gibt es sogar erst seit es die industriell hergestellten Farben gibt, denn es ist eine Mischung aus Weiß und Rot. Rosa, das kleine Rot, wurde wegen der Andeutung von Blut lange Zeit eher den Jungen zugeordnet und Blau, wegen der Nähe zu Maria, den Mädchen. Das änderte sich erst in den 1920er Jahren, als die Männerkleidung – und besonders die Arbeitskleidung – immer mehr blau (wasch- und lichtecht) gefärbt wurde. In der (Buch-)Malerei erscheint die Farbe jedoch häufiger als Textilfarbe, da es mit Malpigmenten leicht ist, sie herzustellen.

11.03.2019 - Frage des Tages: Warum fasten wir bis Ostern?
Das Fasten soll vor der Macht des Bösen schützen und der Vergebung der täglichen Sünden dienen. Die vierzig Tage des Fastens vor Ostern sollen an die Tage, die Jesus in der Wüste verbracht hat erinnern. Verschiedene Gelehrte haben sich dazu geäußert: Petrus Lombardus (1095/1100‐1160): Beten, Fasten und Almosen ermöglichen Buße und Genugtuung (Sententiae IV). Rainerius von Pisa (1115/1117‐1160): Es gibt vier Früchte des Fastens: Verlängerung des Lebens, Vergebung der Sünden, Zügelung des Begehrens und Erhebung des Geistes (Pantheologia). Hildegard von Bingen (1098‐1179): Fasten bereitet eine höhere Ordnung vor, die Leiber werden in Zucht gehalten, aber unvernünftige Enthaltsamkeit richtet das Fleisch des Menschen zugrunde! (Causa et curae).

16.10.2018 - Frage des Tages: Gab es im Mittelalter Krippen?
Das älteste bekanntes Beispiel einer Krippe aus Deutschland ist aus dem Benediktinerinnenkloster Preetz aus dem 15. Jahrhundert. Die Vorläufer waren wohl Wiegen mit dem Jesuskind als Andachtsgegenstand für Frauenklöster seit dem 14. Jahrhundert. In der Malerei ist die Darstellung der Geburt Christi selbstverständlich älter: als Wandmalerei tritt es bereits im 9. Jahrhundert in Castelseprio auf.
siehe >
➭A. Reinle, Andachtsbild; in: Lexikon des Mittelalters, Bd 1, Darmstadt 2009, Sp. 584.

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